Aktuelles

Jänner 2024

 

Juli 2023

Covid ist keine meldepflichtige Erkrankung mehr, Kinderimpfstoffe gegen Covid sind (vorläufig?) nicht mehr verfügbar! Im September erwarten wir neue Covid-Impfempfehlungen und möglicherweise auch einen an aktuelle Virusvarianten angepassten Impfstoff. Zirkulierende Mutationen aus dem Omicron-Stamm tragen die Bezeichnung XBB und haben seit Jahresbeginn BA 4/5 komplett verdrängt. Der aktuell verfügbare Impfstoff kann eine Infektion mit diesen nicht mehr verhindern, sehr wohl aber Komplikationen und schwere Verläufe, die Erkrankung wird bei Geimpften also stark abgeschwächt und nur noch wie eine konventionelle Erkältung erlebt!

Influenza-Impfstoffe sollen heuer schon mit Ende September ausgeliefert werden. Für Kinder sind sie kostenfrei (Nasenspray wie im letzten Jahr ab dem Alter von 2 Jahren). Erwachsene müssen einen geringen Selbstbehalt bezahlen.

Mai 2023

Nachdem die Erkältungskrankheiten mittlerweile insgesamt etwas abklingen - nebenbei hat es im Spätwinter eine Welle von Feuchtblattern-Erkrankungen gegeben und die eitrige Mandelentzündung inklusive Scharlach ist nach wie vor stark präsent - fokussieren wir jetzt auf das FSME-Virus, das durch Zecken an den Menschen weitergegeben wird. Im Vorjahr gab es mit österreichweit 204 Infektionen einen negativen Spitzenwert; auch heuer wird nach einem ungewöhnlich warmen März wieder eine starke Inzidenz erwartet. 

Die Impfung hat eine sehr hohe Schutzrate und wird von Kleinkindern bestens toleriert. Wir empfehlen eine Impfung wegen des vergleichsweise starken Auftretens in Österreich ab dem Alter von einem Jahr, wobei auf besonderen Wunsch eine Impfung auch schon ab 6 Monaten möglich ist. Im ersten Impfjahr sind zwei Teilimpfungen im Abstand von 1-3 Monaten erforderlich, in der darauffolgenden Saison eine, sowie eine vierte nach weiteren drei Jahren. Ab der 5. Teilimpfung beträgt der empfohlene Impfabstand 5 Jahre, für Senioren ab dem Alter von 60 wieder 3 Jahre. Für "ältere Semester" ist die Impfung besonders wichtig, da statistisch besehen die schwersten Fälle häufiger bei Personen nach dem 50. Lebensjahr auftreten. 

April 2023

Influenza: in der KW 14 ist die Grippeepidemie schlussendlich  abgeflaut. Es treten nur noch sporadische Fälle auf. In Salzburg und Vorarlberg wurden sogar gar keine Fälle mehr gemeldet. 

Masern: im aktuellen von der Steiermark ausgegangenen Masernausbruch wurden bisher schon deutlich über hundert Fälle gemeldet. Europaweit liegen wir in Österreich damit im (negativen) Spitzenfeld. Zuletzt gingen die Zahlen der wöchentlich auftretenden Neuinfektionen endlich zurück.

Diphtherie: in der Asylantencommunity sind unlängst nach meinem Wissensstand über 15 Fälle registriert worden, wobei auch zumindest einer (bei einem ansonst gesunden jungen Mann) tödlich verlaufen ist. Diese Zahlen bedeuten für Österreich schon jetzt einen Rekord. Die Impfung gegen Diphtherie sollte gemeinsam mit Tetanus und Keuchhusten zumindest alle 10 Jahre aufgefrischt werden, was vor allem unter Erwachsenen gerne übersehen wird. Übrigens schützt die Impfung nur den Geimpften und nicht seine Kontaktpersonen vor asymptomatischer Übertragung. 

März 2023

Während RSV in ganz Östereeich nur noch sehr sporadisch auftritt, kommt es derzeit zu einem Anstieg an Fällen von Influenza B, Stamm Victoria. Influenza A hatte im Dezember ihren Höhepunkt und tritt jetzt kaum noch auf; und wenn doch, dann in der Variante H1N1, früher als "Schweinegrippe" bezeichnet. Der aktuelle Influenzaimpfstoff hat die zirkulierenden Stämme heuer sehr gut abgedeckt. In unserer Ordination sind während er gesamten Saison keine Durchbruchsinfektionen erkannt worden. Auch andere fieberhafte Infekte werden wieder vermehrt registriert. Viele Eltern sind verzweifelt, weil ihre Kinder in so kurzen Abständen wieder krank werden.

Februar 2023

Virusepidemiologische Situation: die heftige Epidemie der RS-Viren vom Herbst und Frühwinter 2022 ist mittlerweile weitgehend abgeklungen. Bezüglich Influenza ist festzuhalten, dass die erste Welle durch das klassische Influenza A-Virus seit dem Jahreswechsel deutlich nachgelassen hat. Eine gewisse Aktivität durch den H1N1-Stamm (ehemals "Schweinegrippe") ist noch zu verzeichnen. EIne Zunahme bemeken wir jetzt auch bei der Influenza B. Die gesamte Prävalenz bewegt sich knapp über dem epidemischen Niveau, sodass die "Grippewelle" noch nicht für beendet erklärt werden kann. Es hat sich auch herausgestellt, dass die aktuell verwendeten Grippeimpfstoffe die zirkulierenden Varianten gut abdecken. Verfügbar sind derzeit aber nur noch die Injektionsimpfstoffe, die Frist für den Nasenspray ist bereits abgelaufen und er darf nicht mehr gegeben werden.

Nachdem die Erkältungskrankheiten insgesamt bis Ende Jänner stark zurückgegangen sind, ist jetzt leider wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

MASERN: Wie auch aus den Medien zu erfahren war, gab es zunächst in der Steiermark einen Masernausbruch, der mittwerweile auch den Wiener Raum erreicht hat! Während der Corona-Pandemie haben viele Eltern die Impftermine für ihre Kinder verschoben oder versäumt, sodass es einen klaren Nachholbedarf an Masern-Mumps-Röteln Impfungen gibt. Diese ist ab dem Alter von 9 Monaten möglich und in Österreich auch so empfohlen. An dieser Stelle appeliere ich auch an alle Eltern beziehungsweise alle Erwachsenen, ihren Impfstatus zu überprüfen: Jede/r, die/der nur eine Masernimpfung dokumentiert hat oder die/der einen alten (inaktivierten) Masernimpfstoff bekommen hat, soll sich dringend nachimpfen lassen! Nach gültigem Österreichischem Impfplan kann nur ein Lebendimpfstoff einen permanenten, also lebenslangen, Schutz gewährleisten und nur, wenn zwei Telimpfungen verabreicht worden sind.

Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln ist in Österreich für alle Menschen kostenlos zu bekommen.

Jänner 2023

Der Kinderimpfstoff von Pfizer steht für die Altersgruppe ab 5 Jahre jetzt auch in einer auf die Variante Omicron BA 4/5 angepassten Form erstmals zur Verfügung. Diese wird aber erst als dritte Teilimpfung bzw als Booster verabreicht.

Dezember 2022

Die Influenzasaison ist in Österreich (wie in ganz Europa) bereits voll angelaufen. Die Infektionszahlen sind jetzt schon so hoch wie sonst erst im Jänner. Eine Impfung ist nach wie vor sehr sinnvoll und für alle Kinder ab 6 Monaten mit engen und häufigen Sozialkontakten empfohlen. Für jüngere Kinder und solche, die ausschließlich zu Hause betreut werden, ist auch eine Umgebungsprophylaxe möglich, das heißt, dass auch eine Impfung aller Bezugspersonen die Impfung des Kindes ersetzen sollte. Die erste Influenzainfektion, die ein Kind aquiriert, ist immer eine schwere Erkrankung, die mit hohem Fieber von mehr als einer Woche Dauer und Krankheitsgefühl von zwei Wochen einhergehen kann.

Die vom Institut für Virologie der Medizinuniversität Wien erhobenen Zahlen weisen gegenwärtig eine Anzahl grippaler Infekte aus, die ungefähr viermal so hoch ist, wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Auch RSV, mittlerweile durch die Medien allgemein bekannt, ist weit verbreitet und vor allem für junge Säuglinge, ganz besonders für Frühgeborene, eine gewisse Bedrohung. Ältere Kinder erleben RSV meistens bloß wie eine übliche Erkältung, können aber ihre kleinen Geschwister natürlich damit anstecken. RSV ist eine Infektion, gegen die keine permanente Immunität ausgebidet wird.

Betreffend die Covid-Impfung ist zu berichten, dass angepasste Impfstoffe jetzt Kindern schon ab 5 Jahren gegeben werden dürfen, jedoch nur als 3. Teilimpfung. Der Originalimpfstoff für eine Grundimmunisierung steht nur noch für Kinder bis 11 Jahre zur Verfügung, für Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene ist er nicht mehr lieferbar!